Michael Bauer

Ansichtssache

Ein Beitrag von Michael Bauer

Vorläufige Stellungnahme zur Behauptung von Geiger und seinem Verteidiger Endres, ich sei sein Anwalt gewesen

  • 8. Januar 2015
  • Autor: Michael Bauer
  • Kategorie: Allgemein

Die Behauptung im Schreiben vom 07.01.2015, daß Herr Geiger mich als Anwalt konsultiert und beauftragt habe, als Anwalt für ihn CDs in Verwahrung zu nehmen, ist frei erfunden und eine böswillige Unterstellung, die selbstverständlich eine weitere Strafanzeige nach sich ziehen muß.

Herr Geiger hat mir unaufgefordert zahlreiche CDs mit abfotografierten Unterlagen zukommen lassen mit der ausdrücklichen Aufforderung, mir die CDs anzuschauen, um verwertbare Informationen gegen den amtierenden Bürgermeister Speckhardt pressewirksam in Form von Leserbriefen zu nutzen.

Die CDs hat er mir keineswegs als Anwalt anvertraut, um sie für ihn vertraulich zu verwahren. Er hat die CDs in mehreren kleinen Portionen zu mir privat nach Hause gebracht und meiner Frau gegeben mit einem schönen Gruß an mich und „viel Vergnügen beim Betrachten“. Zu den Zeiten, wenn Herr Geiger die CDs brachte, war ich stets noch in der Kanzlei, was Herr Geiger auch ganz genau wusste.

Nicht alle der CDs habe ich gesichtet. Es waren auch keine Dokumente abgelichtet, die auf unsachgemäße oder gar verwerfliche Verwaltungstätigkeit hingewiesen hätten. Deshalb waren die Inhalte der von mir – beileibe nicht alle – gesichteten CDs unbrauchbar.

Der Grund dafür, daß Herr Geiger mich mit Informationen versorgen wollte, liegt auf der Hand: ich hatte in der Vergangenheit verschiedene Merkwürdigkeiten der politisch Verantwortlichen aufgedeckt oder kommentiert, die ich bekanntlich auch veröffentlichte, sei es das umgeschriebene Gutachten zur Erhaltenswürdigkeit des Rathauses, seien es die von der Stadt in Auftrag gegebenen anwaltlichen Stellungnahmen zum B-Plan Seniorenzentrum Niederhöchstadt (hier wurde die Ursprungsstellungnahme mit erheblichen Bedenken gegen die Bestandskräftigkeit auf Wunsch der Stadt umgeschrieben).

Nach gewonnener Stichwahl sprach mich Herr Geiger an und bat um Rückgabe der CDs, für die ich ja jetzt keine Verwendung mehr hätte, nachdem die Wahl entschieden war. Geiger erhielt – vermeintlich – alle CDs zurück. Erst im November 2014 entdeckte ich noch eine Stofftasche mit 16 CDs, die Geiger meiner Frau gegeben hatte und von ihr weggelegt worden waren, ohne mich zu informieren.

Die von Kollegen Dr. Endres zitierten schriftlichen Äußerungen standen keineswegs im Zusammenhang mit den CDs, da ich über deren Existenz bei mir zu diesem Zeitpunkt nichts wusste, sondern bezogen sich darauf, daß Herr Geiger mir und Herrn Steiner vor und während seines Wahlkampfes umfangreiche Informationen hatte zukommen lassen, immer mit der Aufforderung „daraus was zu machen“. Dieses Wissen um den Geheimnisverrat wollte ich zu offenbaren vermeiden, weshalb ich sowohl den von der Stadt im Arbeits-gerichtsverfahren tätigen Anwalt ansprach und um ein vertrauliches Gespräch bat als auch kurz darauf eine andere Person aus Herrn Geigers persönlichem und privatem Umfeld. Gleichwohl gelang es nicht, mit Herrn Geiger sprechen zu können, weil er den Personenkreis diktieren ließ (er, der städtische Anwalt und sein Verteidiger mit mir allein!). Dieses Ansinnen lehnte ich aus guten Gründen (wie man der jetzigen Anschuldigung sinnfälig entnehmen kann) ab.

Als Geiger dann eine andere Person schriftsätzlich des „Whistleblowing“ bezichtigen ließ und Herr Steiner, der bereits den Geheimnisverrat von Herrn Geiger angezeigt hatte, als unglaubwürdig hingestellt wurde, entschloß ich mich, Herrn Steiner die aufgefundenen restlichen 16 CDs zu überlassen, ohne sie vorher zu sichten.

Es ist unglaublich, mit welcher Lügengeschichte Herr Geiger nun aufwarten läßt, um sich zu entschulden und mich zu kriminalisieren.