Michael Bauer

Ansichtssache

Ein Beitrag von Michael Bauer

Leserbrief zum Leserbrief Jana Scholz im ESPI vom 06.11.2014

Sehr geehrte Frau Scholz,

Ihren Leserbrief mit der Überschrift „Die Eschborner CDU Katastrophe“ im letzten Stadtspiegel finde ich ganz überwiegend zutreffend. Es freut mich sehr, daß Sie so aufmerksam das kommunalpolitische Geschehen verfolgen und wohl auch meine vielen kritischen Leserbriefe zur Kenntnis genommen haben. Das schließe ich daraus, daß gewisse Vorhaltungen zu Sachverhalten, die Sie zu Recht der Eschborner CDU machen, immer wieder von mir öffentlich angeprangert worden sind und auch ich es immer wieder war, der der CDU vorhielt, Eschborn und sein Geld wie privates Eigentum zu betrachten.

Im Gegensatz zu einer ganzen Reihe von Menschen habe ich nicht den politischen Tunnelblick, der mir das Blickfeld für Verfehlungen anderer politischer Parteien und deren Protagonisten verstellen könnte. Deshalb erlaube ich mir, jetzt an den neuen Bürgermeister und der ihn steuernden FDP-Leuten dieselben Maßstäbe anzulegen wie jahrelang an die CDU und auch die GRÜNEN, die seit der Kommunalwahl 2011 an die Stelle der FDP getreten sind. Geld mit der Schubkarre aus Eschborn zu schieben muß dann kritisiert werden, wenn es geschieht oder droht, egal, wer es betreibt und auf wessen Geheiß. Sicher sind wir uns da einig, verehrte Frau Scholz. Und das gilt auch für andere Ungereimtheiten, die seit dem Amtsantritt von Herrn Geiger geschehen. Und das kritisiere ich, auch wenn ich Herrn Geigers Kandidatur zum Bürgermeister sehr heftig unterstützt habe. Aber von mir hat er deshalb noch lange keinen Freibrief für jedwedes politisch für mich nicht nachvollziehbare Handeln.

Im letzten Absatz Ihres bis dahin richtigen Leserbriefes halten Sie mir vor, im Höchster Kreisblatt habe am 27.09.2014 gestanden, daß ich als Anwalt für meine Mandantin eine möglichst hohe Abfindung herausholen will, die die Stadt Eschborn dann zahlen soll. Richtig ist an Ihrem Vorwurf, daß dieser Unfug tatsächlich im Höchster Kreisblatt gestanden hat. Richtig ist aber auch, daß von dieser Zeitung niemand in der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht anwesend war, sondern diese ins Blaue hinein geschrieben hat, ohne jede eigene Sachkenntnis. Und wahr ist auch, daß sowohl ich als auch die beiden Vertreter der Stadt Eschborn dem Arbeitsrichter erklärten, daß es keinen Sinn hat, über einen Vergleich und eine Abfindung zu sprechen.
Und genau deshalb, weil dieser Unfug im Kreisblatt stand und später auch noch wiederholt wurde, sah ich mich entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten, keine Presseerklärungen zu laufenden Verfahren von Mandanten abzugeben, veranlaßt, diesen Quatsch richtigzustellen. Ich weiß nicht, warum Herr Schick (HK) zweimal diese Behauptung aufstellte, obwohl er nicht dabei war und nicht mit mir darüber gesprochen hatte, aber ich war mir mit meiner Mandantin darüber einig, daß diese Falschmeldung berichtigt werden musste, bevor sie ein drittes Mal veröffentlicht wird.

Weil die Zeitungsente über eine möglichst hohe Abfindung zu quaken aufhören sollte, habe ich mich zu Wort gemeldet und die Richtigstellung geschrieben. Deshalb haben Sie mir zwar den Widerspruch zwischen der Kreisblattveröffentlichung und meiner Stellungnahme zu Recht vorgehalten, jedoch ist meine Stellungnahme im Gegensatz zu der Kreisblattbehauptung wahr und richtig, was Sie natürlich bis heute nicht wissen konnten. Aber genau dazu dient die Klarstellung mit diesem Leserbrief.